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Buchempfehlungen von Litera

Susan Hill – Wie tief ist das Wasser

Warings ist ein düsteres Herrenhaus in der Nähe von London. In dieses riesige viktorianische Familienanwesen zieht Joseph Hooper mit seinem 11jährigen Sohn Edmund nach dem Tod seiner Ehefrau. Das große alte Haus ist kein Ort zum Wohlfühlen, zumal Josephs Verhältnis zu Edmund ohnehin unterkühlt ist, aber er weiß sehr wohl, dass ein Elfjähriger nicht ohne Spielgefährten aufwachsen sollte. Daher sucht er eine Haushälterin, die er schon bald in der verwitweten Helena Kingshaw findet - ein Glücksfall, wie es scheint. Mrs. Kingshaw ist hübsch, kompetent und Mutter eines ebenfalls elfjährigen Sohnes, Charles. Ideale Voraussetzungen, wie es scheint. Doch Edmund entwickelt perfide…

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Santana – Der Tote von Sines

Der Lesetipp aus der Nachbarschaft von Svenja Schwedtke (Basilikum): "Wenn ich am Freitag oder Samstag im Basilikum bin, gönne ich mir gerne ein Wochenend-Buch bei meinen Nachbarinnen vom Litera. Herrlich: Das Gefühl, einen Tag mit Mittagsschlaf vor sich zu haben und ein gutes Buch... Neulich bekam ich „Der Tote von Sines“ – einen Portugal-Krimi empfohlen, und der hat mir sehr gefallen: Der Ermittler ist ein relativ junger Mann namens Nuno Cabral, er hat eine Menge zu tragen, was sich der Leserin erst im Laufe des Romans erschließt. Eigentlich ist Cabral gar nicht mehr im Dienst der portugiesischen Polizei, doch als…

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Pierre Jarawan – Ein Lied für die Vermissten

Amin, ein libanesischer Junge, ist 14 Jahre alt, als er 1994 mit seiner Großmutter aus München, wohin beide vor dem Bürgerkrieg geflohen waren, zurückkehrt nach Beirut. Dort hat der Krieg tiefe Spuren hinterlassen sowohl in der Stadt als auch in den Menschen, die ihn miterleben mussten. Mit dem gleichaltrigen Jafar streift er durch die Ruinen der Häuser und sie verkaufen Dinge vom Flohmarkt, denen sie mit erfundenen Geschichten eine ganz besondere Wertsteigerung verschaffen. Jafar hat den Krieg im Libanon erlebt und weiß Amin Geschichten zu den zerstörten Häusern und engen Gassen zu erzählen, aus denen er und seine Schwester sich…

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Alex Ohlin – Robin und Lark

Es sind die 1990er Jahre in Montreal, Kanada: Lark und ihre 4 Jahre jüngere Schwester Robin verbringen ihre Kindheit und Jugend in symbiotischer Verbundenheit, die erklärbar ist durch die Sprunghaftigkeit und die Nachlässigkeit ihrer Mutter, die sich für alles zu interessieren scheint außer für ihre Töchter. Frühestmöglich geht Lark zum Studium in die USA. Worthen ist ein College „mit dem Flair bescheidener, etwas angegammelter und strebsamer Emsigkeit“. Lark fühlt sich dort das erste Mal in ihrem Leben zuhause. Auch Robin, die sich vor dem übergriffigen Freund der Mutter in Sicherheit bringen möchte, reißt von daheim aus und zieht zur älteren…

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Katya Apekina – Je tiefer das Wasser

Eine starke Geschichte mit gefährlichen Unterströmungen erzählt die amerikanische Autorin Katya Apekina in ihrem ersten Roman. Zwei Schwestern (16 und 14 Jahre) begegnen nach dem Selbstmordversuch ihrer Mutter nach Jahren ohne Kontakt ihrem berühmten Vater wieder. Dieser hatte sich bereits vor langer Zeit von der depressiven und selbst zerstörerischen Marianne getrennt und lebt in New York, wohin die beiden Teenager nach der Klinikeinweisung ihrer Mutter aus New Orleans gebracht werden. Die ältere, Edith, verweigert sich einer Beziehung zu ihrem Vater, den sie mitverantwortlich für den schlechten Gesundheitszustand der Mutter macht und dem sie die jahrelange Abwesenheit nicht verzeiht. Mae dagegen,…

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Gregor Sander – Alles richtig gemacht

Dieses Kompliment möchte man sofort nach der Lektüre Gregor Sander für seinen neuen Roman machen, denn er hat damit tatsächlich „alles richtig gemacht“. Die Story um die zwei Rostocker Freunde Thomas und Daniel zu DDR-Zeiten und nach der Wende von 1989 ist unerhört lesenswert, weil sie gleichermaßen witzig als auch lebensecht ist. Ihre ersten Liebeserlebnisse mit den beiden Freundinnen Kerstin und Manne, die Reise als Kleeblatt nach Irland und danach eine gemeinsame Wohnung der vier in Berlin: Irrungen und Wirrungen einer Männerfreundschaft, die sowohl Nähe aushält als auch die jahrelange Pause, die beide je nach persönlichem Gusto sehr unterschiedlich genutzt…

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Norbert Scheuer – Winterbienen

Der mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedachte Schriftsteller Norbert Scheuer arbeitet in seinem neuen Roman ein persönliches Kapitel seiner Familiengeschichte auf und wie in seinen vorhergehenden Büchern ist erneut der kleine Eifelort Kall Schauplatz des neuen Buches. In Tagebuchaufzeichnungen begleiten wir den Lehrer Egidius Arimond durch das Kriegsjahr 1944. Frühzeitig aus dem Schuldienst entlassen konzentriert sich der Latein- und Geschichtslehrer auf die Hege seiner Bienenvölker, die er regelmäßig an verschiedenen Standorten in der Nähe seines Hauses bis hin zur belgischen Grenze aufsucht. Bei den Fahrten dorthin bringt er - in präparierten Bienenstöcken versteckt - Juden nach Belgien. Mit dem so…

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Anne Nordby – Kalter Strand

Der Krimi von Anne Nordby passt zur beginnenden Reisesaison, spielt er doch in einer dänischen Ferienhaussiedlung, die neben den üblichen Attributen für eine erholsame Urlaubszeit plötzlich eine am Strand angespülte Frauenleiche zu bieten hat. Sehr unschön. Da es sich bei der Toten um eine Deutsche handelt, machen sich aus Hamburg zwei Polizisten der Skanpol – einer länderübergreifenden skandinavischen Fahndungsgruppe – auf den Weg nach Ringkobing. Tom Skagen und seine Vorgesetzte Jette Vestergaard hoffen auf eine schnelle Klärung des vermeintlichen Selbstmordes und fahren mit leichtem Gepäck los, um ihren dänischen KollegenInnen zur Seite zu stehen. Doch die Lage erweist sich als…

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Alexander Pechmann – Die Nebelkrähe

Warum lesen Sie nicht mal wieder eine Geistergeschichte? Alexander Pechmann, der vorwiegend mit Neuübersetzungen der englischen und amerikanischen Klassiker (Stoker, Shelley, Stevenson, Twain) bekannt wurde, legt mit der „Nebelkrähe“ ein ungewöhnliches Buch vor. Die mysteriöse Story fußt auf tatsächlichen Begebenheiten und erzählt von Peter Vane, einem traumatisierten Veteran des Ersten Weltkrieges. Vane erhält von dem befreundeten Soldaten Finley, kurz bevor dieser in den Schützengräben für immer verschwindet, ein Foto unbekannten Ursprungs zur Aufbewahrung. Nach England zurückgekehrt hört Vane Stimmen, die den Namen Lily flüstern und die er mit dem Foto in Verbindung bringt. Durch seinen Freund Frank, der wie er…

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Han Kang – Deine kalten Hände

Mit ihrem neuen Roman, personell eher sparsam besetzt, führt uns die südkoreanische Autorin Han Kang in eine exotische wie kunstvolle Welt: der Bildhauer Jang Unhyong arbeitet an ungewöhnlichen Gipsabdrücken, die er von unterschiedlichen, meist weiblichen, Modellen abnimmt. Oft sind es nur Teile des Körpers, die in Abgüssen oder Masken in Ausstellungen und im öffentlichen Raum präsentiert werden. Nach einer Theateraufführung, in der eine seiner Gipshüllen als Bühnenrequisit ausgestellt wurde, begegnet er der jungen Autorin H., die ihm eine für ihn fast schockierend intime Frage stellt nach dem „Warum“ für seine Art der Bildhauerei. Eine Antwort erhält H. nicht, zu ihrer…

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Susan Hill – Stummes Echo

Mit genauer Beobachtungsgabe erweckt Susan Hill, die 1942 in Yorkshire geborene englische Schriftstellerin, in ihrem feinen schlanken Roman ein bäuerliches Leben in Nordengland. Ab den 1930er Jahren über die Kriegszeit spannt sie einen Erzählbogen bis in die Gegenwart. Die vier Geschwister der Familie Prime - Colin, Frank, May und Berenice - wachsen auf dem abgelegenen Hof „The Beacon“ auf. Eine einfache, aber schöne Kindheit verbindet sie. Während Colin, der älteste, auch als erster den Hof verlässt und nach seiner Heirat eigene Landwirtschaft in der Nähe betreibt, versucht sich May, die von den vieren als die Klügste gilt, in London am…

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S. H. Björnsdottir – Blackout Island

Island an einem Januartag: plötzlich ist das Land abgeschnitten von der Außenwelt. Es gibt keine Kommunikation mehr mit dem Ausland, Flüge von und nach Island sowie die Schiffsverbindungen sind gestrichen und die Telefon- und Internetleitungen lediglich innerhalb des Landes nutzbar. Was ist passiert? Auf die Fragen der Bevölkerung gibt es keine plausiblen Erklärungen, die Nachrichtenagenturen haben keinen Zugang zu Informationen mehr und Ministerien und Regierung werden fortan von der ehrgeizigen Präsidentin Elin Olafsdottir geleitet. Diese hat eine klare Lösung des Problems vor Augen: Island muss wieder autark werden, die Menschen sollen aus den Städten zurück aufs Land ziehen und als…

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