Skip to content
Di. bis Fr. 10:00 - 18:00 Uhr, Sa. 10:00 - 14:00 Uhr

Francesca Segal – Willkommen auf Tuga

Was für eine zauberhafte Lektüre! Francesca Segals Roman entführt uns auf die – leider ! - fiktive Insel gleichen Namens, die gefühlt nahe der Falkland-Inseln liegen könnte und abgesehen von exotischer Flora und Fauna mindestens ebenso ungewöhnliche Bewohner:innen aufweisen kann. Als die junge Londoner Tiermedizinerin Charlotte Walker per Schiff das Eiland nach langer Überfahrt von England aus erreicht, betritt sie Neuland in jeglicher Hinsicht. Gekommen ist sie, um ein Forschungsjahr zu absolvieren und sich der aussterbenden Art der Goldmünzenschildkröte zu widmen. Nach und nach lernt sie nicht nur den neuen…

weiterlesen

Roisin Maguire – Mitternachtsschwimmer

Wir blicken in ein irisches Dorf, in dem eigensinnige Menschen einfach ihre Eigenheiten leben dürfen: wo einzig die Ladenverkäuferin Becky sich den Lockdown-Regeln konform verhält und ihr Hygiene-Zepter über dem Kaufmannsladen schwingt und wo Paddys Pub der irischen Gepflogenheit gemäß durch die Hintertür betreten wird, wenn die offizielle Öffnungszeit um 23:00 Uhr endet. Im Grunde immer schon, aber jetzt im Lockdown erst recht und mit dem vereinbarten Klopfzeichen auch schon tagsüber. Coronazeit in Ballybrady - auch unter veränderten Umständen geht vieles seinen gewohnten Weg. In dem Dorf am Meer finden…

weiterlesen

Zora del Buono – Seinetwegen

Die Schweizer Schriftstellerin Zora del Buono stellt in ihrem Buch „Seinetwegen“ ein persönliches Schicksal in den Vordergrund: den Verlust ihres Vaters, den die gerade einmal 8 Monate alte Zora 1963 erleiden musste. In den Gerichtsakten wird nach dessen tödlichem Autounfall ein junger Mann, E.T., als Verursacher genannt, der zu einer geringen Geldstrafe verurteilt und fortan von Zoras Mutter und ihrer Familie nicht mehr erwähnt wurde. Die erwachsene Journalistin jedoch will diese Wissenslücke schließen und wissen, was aus dem Mann wurde, dessen Tat damals ihrer Mutter einen solchen Schmerz zufügte. Sie…

weiterlesen

Calla Henkel – Ein letztes Geschenk

Esther Ray ist Buchgestalterin und hört während ihrer Arbeit im Atelier in den Bergen am liebsten podcasts über ungelöste Kriminalfälle. Wer kann ahnen, dass sie plötzlich selber in einen verwickelt wird – als Hauptfigur im geplanten Rachefeldzug ihrer neuen Auftraggeberin, der Millionärin Naomi. Ereignisreich mit schneller Handlung und undurchsichtigen Akteuren - Calla Henkels Krimi hat alles, was einen guten unterhaltsamen Spannungsroman ausmacht: mit falschen Fährten im dem ihr eigenen „lebhaft-lässigen Stil“ (FAS) überzeugt sie auf ganzer Linie und hebt sich wohltuend vom üblichen Thriller-Einerlei ab. Kopfkino für Leser:innen der „anderen“…

weiterlesen

Martina Bogdahn – Mühlensommer

Eine bäuerliche Familie im traditionell geführtem Betrieb mit Land und Vieh, ein Unglück und ausführliche Schilderungen des Arbeitsalltags: nach den noch frischen Bildern der jüngsten Bauernproteste kommt mit Martina Bogdahns Buch nun eine wunderbare Geschichte mit diesem Thema in die Buchhandlung. Alles ist zum Greifen und Riechen nah, wenn ein Bauernkind der 1980er Jahre sich an heiße Sommer mit Hopfenernte und Hausschlachtung erinnert. Und man fühlt mit Maria, der Tochter des Hofes, wenn sie nach Schulbeginn im Herbst sehnsuchtsvoll den Berichten ihrer Schulkamerad:innen lauscht, die an der Nordsee oder noch…

weiterlesen

Ann Napolitano – Hallo Du Schöne

Man muss sie einfach lieben, die 4 Schwestern der italienisch-amerikanischen Familie Padavano, diese eingeschworene Gemeinschaft schöner, eigenwilliger und starker Frauen, die getreu dem Motto „alle für eine, eine für alle“ agieren. Wer farbige und schillernde Sippengeschichten liebt, wird mit diesem Roman der amerikanischen Schriftstellerin Ann Napolitano ein wunderbares Wochenende verbringen und sich lesend ebenfalls zur Familie gehörig fühlen dürfen. Von 1960 bis 2008 begleiten wir Julia, Sylvie und die Zwillinge Cecelia und Emeline durch die raue See von Liebe, Enttäuschungen, Neubeginn, Tod und Verlust. Der schlaksige William Waters, der in…

weiterlesen

Dani Shapiro – Leuchtfeuer

In einer Sommernacht 1985 verändert ein Autounfall das Leben mehrerer Menschen in der Nähe von New York. Sie werden fortan mit einem Geheimnis leben müssen, das sie selbst untereinander nicht zur Sprache bringen können. Die jugendlichen Geschwister Sarah und Theo, ihre Mutter Mimi und der Arzt Ben kämpfen alle auf ihre Weise mit den Konsequenzen. In ihrer Straße, genau gegenüber, wohnt eine weitere kleine Familie, die sich Stück für Stück und über die Jahre immer enger mit den Wilfs verbindet bis eine weitere Schicksalsnacht alles zu verändern droht. Bewusst nicht…

weiterlesen

Helga Flatland – Die Resonanzen

Mathilde, Mitte Dreissig, ist Lehrerin und lebt in Oslo. Sie verliert den Job, als eine Affäre mit ihrem Schüler Jakob bekannt wird. Um Abstand von allem zu gewinnen zieht sie in ein kleines Haus in den norwegischen Bergen. Dort in der Telemark auf einem Bauernhof erhofft sie sich Ruhe in der Einfachheit des Lebens. Die Landschaft entspricht ihrer Vorstellung. Der Molkereibetrieb, der von den beiden Söhne Johs und Andres in Familientradition geführt wird, interessiert sie dagegen wenig. Und ein Roman, den sie angeblich dort in Ruhe schreiben möchte, dient ihr…

weiterlesen

Philipp Oehmke – Schönwald

Ruth Schönwald vertritt die Überzeugung, dass „das ewige Besprechen der Probleme… die wahren Wunden verursacht (…), sie mit aller Kraft zu ignorieren sei dagegen eine bewährte Überlebensstrategie.“ Ihr Ehemann Harry, der pensionierte Staatsanwalt sieht das ähnlich - sein Verhalten gründet sich ebenfalls auf ein gutes Maß an Selbstüberzeugung, Wohlstand und Dickfelligkeit. Und die Nachkommen Chris, Karolin und Benni? Karolins Eröffnung eines queeren Buchladens in Berlin gerät zu einem Fiasko, der jüngste Sohn Benni steckt in der Uckermark´schen Provinz frustriert in der Ehe mit Emilia fest, der superreichen Millionärstochter. Hochschulprofessor Chris,…

weiterlesen

Anja Reich – Simone

"Einen Tag vor ihrem Tod rief Simone mich noch einmal an. Das weiß ich genau, denn ich hatte keine Zeit“. So beginnt das Buch der Journalistin Anja Reich, in dem sie über ihre Freundschaft zu Simone berichtet und ihren Versuch beschreibt, deren Selbsttötung vor über 25 Jahren zu verstehen. Aufgewachsen sind beide im Ostteil Berlins, haben in den achtziger Jahren Feste gefeiert, sich verliebt und gemeinsam den Fall der Mauer erlebt. Danach verändert sich beider Leben in unterschiedliche Richtungen: Anja beginnt zu arbeiten, heiratet und wird Mutter. Simone lässt sich…

weiterlesen