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Di. bis Fr. 10:00 - 18:00 Uhr, Sa. 10:00 - 14:00 Uhr

Rachel Elliott – Flamingo

Dies ist einer der zauberhaftesten Romane dieses Frühjahrs - eine reine Freude, wie die Autorin sich mit luftigen Sätzen in die Herzen ihrer Leserschaft schreibt. Es ist schon eine faszinierende Ansammlung von eigenwilligen Persönlichkeiten, die diese seelenvolle Story bevölkern: da ist Daniel Berry, ein seit kurzem obdachloser junger Mann, der bei Stress in Reimen denkt und mit seiner Teenager-Mutter Eve eine Kindheit an so vielen unterschiedlichen Orten verbracht hat, dass ihm nur ein einziger eine Heimat auf Zeit war - das Reihenhaus in Norfolk in direkter Nachbarschaft zur Familie Marsh…

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Kristina Hauff – In blaukalter Tiefe

Zwei Pärchen und ein Skipper auf Segel-Törn in den schwedischen Schären: was als kombinierter Betriebs- und Freizeitausflug mit schicker Segeljacht und seltsamem französischen Schiffsführer beginnt endet mit einer Havarie und allgemeiner Abgetörntheit. Zuviele Alphatiere auf schwankenden Planken - da kommt keine Urlaubslaune auf. Die im Laufe der Reise zunehmend voneinander genervten Paare sorgen für reichlich schlechte Stimmung und der undurchsichtig agierende Skipper scheint ohnehin eigene Pläne für die Tour zu haben. Spannend und überraschend in seinen Wendungen hält Kristina Hauff die Erzählfäden des unterhaltsamen Romans straff und die Leserschaft am…

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Katie Kitamura – Intimitäten

Eine junge Dolmetscherin aus New York, ihr Liebhaber mit ungeklärter Ehe- und Familiensituation und die ambitionierte Kunsthistorikerin aus London, die mit angezogener Handbremse ihren Job in einer Stiftung über-erfüllt: sie alle sind gelandet in Den Haag, einer Stadt, die sie zwar als kultiviert aber seelenlos empfinden. „Intimitäten“ der amerikanischen Schriftstellerin Katie Kitamura ist ein Roman über die Unbehausung der Anfang-Dreissiger:innen, die ihren Gefühle (noch nicht) trauen und ihren Weg in Leben, Arbeit und Gesellschaft erst noch finden müssen. Notfalls als Nomaden ihrer Emotionen und Fähigkeiten. Jung, aktuell und gegenwärtig ist…

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Alexa Hennig von Lange – Die karierten Mädchen

Blind und mit über neunzig Jahren beginnt Klara, ihre Erinnerungen auf Kassetten zu sprechen. Auf der Suche nach dem Menschen, der sie einmal war, vertraut sie den Bändern ein Geheimnis an, von dem nicht einmal ihre Kinder etwas wissen. Siebzig Jahre zuvor: Die junge Klara ist überglücklich. Mitten in der Weltwirtschaftskrise 1929 bekommt sie eine Stelle als Lehrerin in einem Kinderheim in Oranienbaum. Als dort eines Tages Tolla, ein einjähriges Mädchen, abgegeben wird, fühlt sich Klara ihm auf Anhieb stark verbunden. Doch bald spitzt sich die wirtschaftliche Lage des Heims…

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Karl Ove Knausgard – Der Morgenstern

Wer den norwegischen Autor bislang nur als Verfasser seines ausschweifenden sechsbändig-autobiografischen Romanzyklus kennt, mag vor dem neuen Buch zurückgeschreckt haben. Aber keine Angst: dieser Roman ist völlig anders, für Knausgards literarischen Stil sogar ungewöhnlich unterhaltsam und dabei vielschichtig und vielstimmig. Er schildert einige Tage im norwegischen Sommer auf einer kleinen Insel aus der wechselnden Sicht mehrerer Personen. Diese erzählen von ungewöhnlichen Ereignissen und vom Auftauchen eines sehr hellen Sterns am Nachthimmel, der, wie es scheint, Natur und Menschen verändert. Ein wunderbar tiefgründiges und viel-seitiges Buch, das umso größere Freude bereitet,…

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Andreas Schäfer – Die Schuhe meines Vaters

Dies ist das empathische Buch des Sohnes - Andreas Schäfer, 1969 geboren - getragen von dem Wunsch, seinen verstorbenen Vater näher kennen zu lernen. Er erinnert sich an ihn, sein Wesen, seine oftmals nicht sehr sympathischen Eigenschaften und die kriegsversehrte Kindheit. Das sehr lesenswerte Ergebnis ist eine kunstvolle Begegnung mit einem schwierigen Menschen, einem unbeherrschten und rechthaberischen Individuum, und dennoch gelingt Schäfer ein zugewandtes Beschreiben. Schuldgefühle und ängstliche Vergleiche mit dem dominanten alten Herren wechseln sich ab. Ein Buch über Väter und Söhne, über Trauer und die Schwierigkeit, richtige Entscheidungen…

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Isabel Allende – Violeta

1920 kommt Violeta del Valle als jüngste Schwester von fünf Brüdern zur Welt. Die Auswirkungen des Krieges sind noch immer spürbar, da verwüstet die Spanische Grippe bereits ihre südamerikanische Heimat. Zum Glück hat der Vater vorgesorgt, die Familie kommt durch, doch schon droht das nächste Unheil, die Weltwirtschaftskrise wird das vornehme Stadtleben, in dem Violeta aufwächst, für immer beenden und die del Valles ziehen sich ins wild-schöne Hinterland zurück. Dort wird sie volljährig und schon bald steht der erste Verehrer vor der Tür. Violeta erzählt uns selbst ihr Leben -…

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Sachbuch-Tipp: Caroline Kraft und Susann Brückner – endlich. Über Trauer reden

Aus und zu dem Podcast der beiden Journalistinnen gibt es nun ein Buch. Endlich, möchte man sagen, da das Thema Trauer wirklich jede:n betrifft und dieses Gefühl so unendlich viele Facetten hat. Da war diese Auseinandersetzung überfällig. Und, um es gleich vorwegzunehmen: ich wünsche diesem Buch viele Leser:innen. Ein schmales Buch und dennoch voll von guten, nützlichen, interessanten und so noch nicht gelesenen Fakten und Betrachtungsweisen. Es kommen außer Caro Kraft und Susann Brückner selbst, die im Wechsel anhand persönlichen Schicksale die unterschiedlichen Zustände der Trauer beleuchten, weitere Sachkundige zu…

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Krimi-Tipp: Linus Geschke – Das Loft

Allen Krimibegeisterten, die nicht schon ab spätestens Seite 50 ahnen möchten, wer nun wen warum getötet hat, sei dieser wirklich hoch spannende neue Roman des Kölner Autors Linus Geschke empfohlen. Drei Leben werden miteinander verwoben: Marc Lammert und Henning Järisch sind Freunde seit Jugendzeiten, Sarah Hauptmann wird als neue Freundin von Marc das Trio komplettieren. Zusammen bewohnt man ein super cooles Loft in Hamburg und niemand will so genau wissen, wie diese Luxuswohnung, ein schickes Edelauto und gemeinsame teure Reisen finanziert werden. Als Henning Järisch verschwindet und alle Zeichen in…

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Miranda Cowley Heller – Der Papierpalast

Es ist früh am Morgen. Alle schlafen noch, als Elle Bishop an einem perfekten Augusttag zum See läuft. Im Sommerdomizil der Familie (ein paar altersschwachen Hütten, die der Großvater einst in Cape Cod gebaut hat) hat sie einen Abend mit Mutter Wallace, dem Ehemann Peter und den gemeinsamen Kindern sowie ihrer Jugendliebe Jonas und dessen Ehefrau verbracht. Während die anderen nach dem Abendessen noch mit Wein und Zigaretten entspannen, sind sich Elle und Jonas am See unbemerkt von den anderen so nahe gekommen, wie sie es sich seit Jugendtagen ersehnt…

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